Abgabe und Rückreise von L.A.

Tag 27 USA Roadtrip

Ich habe schlecht geschlafen und habe mich die halbe Nacht im Bett gewälzt. Das wird wohl das Reisefieber sein. Die ganze Zeit bin ich eigentlich immer gegen 6:30 Uhr aufgewacht, aber mitten in der Nacht habe ich mir vorsichtshalber einen Wecker gestellt. War auch besser so, denn von alleine wäre ich bestimmt nicht wach geworden. Das Wetter passte übrigens heute zum Tag: es regnet!!!

Ein letztes Mal im Wohnmobil duschen, frühstücken, abwaschen, die letzten Sachen in den Koffer packen und dann noch die Fußböden reinigen. Eigentlich nicht mehr so ein großes Programm, und trotzdem sind wir nicht wie geplant um 08:00 Uhr fertig. Um 8:15 Uhr fahren wir dann endlich vom Hof. Jetzt wurde es schon knapp, denn aufgrund der Verlegung unseres Abflugtermins hatte ich ein Uber für 09:40 Uhr bestellt.

Aber erst muss noch Gas und Benzin aufgefüllt werden. Gestern hatte ich eine Texaco Tankstelle in 2,5 Kilometern aufgetan, bei der beides möglich war. Auf der Fahrt schießt auf einmal Wasser nach vorne. Ach du je – anscheinend war die letzte Wasserflasche mit noch gut 2,5 l Inhalt nicht gesichert gewesen, und der Inhalt ergießt sich gerade auf dem frisch gereinigten Fussboden. Also rechts ran, alle Handtücher zum Trocknen des Fussbodens benutzt. Nach kurzer Rettungsaktion geh es weiter zu Texaco, wo gerade frisch Gas aufgefüllt wird. Also erst getankt, und dann ist der Tankwagen auch fertig, so dass wir an die Gassäule können. (Übrigens: alle Propangasstellen kann man auch bei iOverlander und bei Allstays finden.)

Nun auf zu Road Bear in Agoura Hills. Die Entfernung war mit 22 Meilen eigentlich übersichtlich, aber Google Maps war trotzdem der Meinung, dass wir dafür 44 Minuten brauchen. Dann hätten wir nur 10 Minuten für die Übergabe gehabt, das ist vielleicht doch etwas zu knapp. Also schnell das Uber auf 10:00 Uhr umgelegt. Es wird auch ein neuer Fahrer gesucht, aber nach einer Weile stelle ich fest, dass die Zeitumbuchung gar nicht fumtioniert hat. Jetzt ist es zu spät für eine Änderung.

Inzwischen wissen wir auch, warum Google so viel Zeit für diese Strecke ansetzt. Obwohl es stadtauswärts geht, herrscht dichter, zähfliessener Verkehr. Später erklärt mir der Uber-Fahrer: es ist Montag morgen und Regen. Kommt mir irgendwie aus Hamburg bekannt vor. Um 9:35 Uhr fahren wir bei Road Bear auf den Hof und werden sofort in den Empfang genommen. Der Wagen wird von einem Mitarbeiter rückwärts eingeparkt, wir müssen die gesamte Wäsche (inkl. Bettzeug) in eine Tonne packen, und dann erfolgt der Check durch den Mitarbeiter. Auf meine Anmerkung zu der nicht schließenden Fliegentür demonstriert mir der Mitarbeiter, wie man diese Tür schließt: in dem man sie mit voller Wucht zuschlägt! Da waren wir wohl zu zaghaft.

Natürlich erwähne ich die gestohlenen Gegenstände (Tisch und Stühle), worauf mich der Mitarbeiter fragt, ob ich die Quittungen noch habe. Nein, die habe ich gstern entsorgt. Ja, dumm gelaufen, denn das Geld hätte mir Road Bear ersetzt! Der Uber-Fahrer ist inzwischen auch da, und wir laden das Gepäck um.

Dann noch ein wenig Papierkram im Office und am Ende wird mir die Abschlussrechnung in Höhe von 131,31 US Dollar präsentiert – für 2 Generatorstunden und 264 zusätzlichen Meilen. Ok, damit können wir leben.

Um 09:50 Uhr fahren wir mit dem Uber Richtung Flughafen. Inzwischen haben wir schon eine Nachricht erhalten, dass unser Flug verspätet ist. Also die ganze Aufregung umsonst! Wir kommen ohne weiteren Stau gegen 11:00 Uhr auf dem Flughafen an, werden schnell unser Gepäck am Automaten los, und dann geht es zur Sicherheitskontrolle. Die hat schon einige Zeit in Anspruch genommen. Erst längeres Anstehen, zunächst bei der Grenze und dann bei der Kontrolle. Dort werden unsere beiden Rucksäcke erst mal aus dem Verkehr gezogen und von einem Mitarbeiter begutacht. Mein Tolino muss mitsamt den übrigen Dingen noch mal durchleuchtet werden. Wieder wird mein Rucksack einbehalten und von einem Mitarbeiter untersucht. Schließlich wird die Plastikdose mit dem restlichen Nudelsalat noch einer Sichtprüfung unterzogen und dann ist diese Hürde genommen.

Wir laufen über einen Kilometer, bis wir an unserem Gate angekommen sind. Jetzt heißt es, noch über eine Stunde warten, bis das Boarding beginnt. Wir fliegen mit einer Verspätung los und ahnen schon, dass es evtl. Probleme mit unserem Anschlussflug geben kann. Das Wetter ist immer noch wolkenverhangen und trübe, so dass uns der Ausblick auf den Pazifik verborgen bleibt.

Die Zeit verrinnt wie im Fluge – schon sind wir über Denver. Als wir Chicagon überfliegen, wird es dunkel, und auch das Kabinenlicht wird abgedunkelt. Tja, müde genug sind wir ja und würden gerne eine Runde schlafen. Doch zwei Reihen hinter uns sitzen 3 Passagiere, die sich die ganze Nacht nicht gerade leise unterhalten. Und ich hatte Sorge wegen der der 4 Kleinkinder, die ein paar Reihe weiter vorne saßen. Die hat man kaum gehört.

Anette Reinders

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert