Hollywood
Tag 25 USA Roadtrip
Wir haben einigermaßen gut geschlafen auf dem riesigen Platz beim Morongo Casino. Sieht man von einem Generator ab, der in der Nacht lief. Die Interstate war zwar zu hören, aber es war noch erträglich. Außer uns standen vielleicht noch 6,7 andere Fahrzeuge da.


Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Hollywood. Wir haben entschieden, es für eine Nacht auf dem Hollywood RV Park zu versuchen, und dann mal weiter zu sehen. Eine Hotelübernachtung für die letzte Nacht ist auf jeden Fall eine Option, da die Hotels nur unwesentlich teurer als ein Campingplatz sind.
Unterwegs will uns Google Maps ständig von der Interstate lotsen, nachdem ich eingegeben habe, dass Mautstraßen umgehen werden sollen. Irgendwie seltsam, und wir ignorieren die Navigationsanweisungen erstmal. Doch dann sehe ich, dass die Interstate – warum auch immer – gesperrt ist. Also nutzen wir doch die Routenvorschläge von Google und verlassen die Interstate. Auf der Parallelstrecke kommt es später zu zähfließendem Verkehr, was aber durch die Sperrung der Interstate erklärbar ist.
Kurz vor 12:00 Uhr kommen wir auf dem kleinen Campground an. Wir haben nicht vorgebucht, da man das bereits 48 Stunden vorher hätte erledigen müssen. Das Office ist geschlossen, also rufe ich die Telefonnummer an. Bandansage – ich verstehe nur die Hälfte und drücke die „1“. Scheint falsch zu sein, das Gespräch ist beendet. Neuer Versuch, ebenfalls erfolglos. Zum Glück kommen gleich zwei Menschen um die Ecke, die sich als die Betreiber zu erkennen geben. Ab ins Office – und längeres Suchen nach einem freien Platz. Doch dann: „we are sorry, we are complete“. Wenn wir gar nichts anderes finden, sollen wir abends wieder kommen. Vielleicht gibt es eine Stornierung. Ok, nichts zu machen, also zurück zum Wohnmobil und überlegen, was wir jetzt machen. Vielleicht Hotel für zwei Tage? Aber wir müssen auf jeden Fall noch dumpen.
Wir wollen schon losfahren, da kommt der Betreiber zurück. Er hat doch noch ein Plätzchen gefunden. Während ich für zwei Tage einchecke, weist der Betreiber Uwe schon auf Site 28 ein. Eigentlich ist das alles gar nicht so eng, wenn nicht jeder auf Zufahrt zu den Stellplätzen ein Auto parken würde. Der ganze Spaß kostet uns übrigens 180 Dollar, und das ist in dieser Gegend noch ein Schnäppchen. Der Nachbarplatz ist schon bei 140 Dollar pro Nacht.


Der Campingplatz ist ebenso nett wie die Betreiber. Überall witzig dekoriert und mit vielen Wandgemälden. Nachdem wir angekommen sind, vernichten wir erstmal jeder zwei Bier (es ist noch reichlich da!). Auch der restliche Kuchen wird vertilgt („alles muss raus!“). Das haut mich allerdings so um, dass ich erstmal 2 Stunden schlafen muss.





Abends mache ich noch einen kleinen Spaziergang zum Supermarkt. Wow, das Angebot bei Ralph’s ist wirklich super. Frisches Brot und eine grandiose Käseauswahl. Nur meine Ciabattas haben sie nicht. Auf dem Rückweg suche ich noch schnell einen Cache, der sich in einem Wohnviertel in einer Büchertauschbox befindet.

Natürlich wollen wir morgen auch zum Walk of Fame. Uber ist reichlich teuer, günstiger wäre es, ein Auto zu mieten. Das kann auch zum Campingplatz gebracht werden. Von Montag bis Samstag. Morgen ist aber leider Sonntag! Mal sehen, wie wir das Problem lösen!