Morengo Casino
Tag 24 USA Roadtrip
Wieder haben wir nur eine kurze Strecke vor uns. So haben wir viel Zeit bei der Fahrt durch den westlichen Nationalpark, um noch mal die Gegend auf uns wirken zu lassen. Nach und nach wechseln die gigantischen Jumbofelsen, die übrigens vulkanischen Ursprung haben, mit prärieähnlichen Ebenen, auf denen unzählige Joshua-Bäume wachsen. Nach einer Weile erkenne ich bei immer mehr Bäumen große doldenartigen Blüten, die den Blüten von Kastanien ähneln. Natürlich halten wir noch mal an, um ein paar Bilder zu machen.
Dann kommen wir an das Ende des Nationalparks und bald darauf in die Stadt Joshua Tree. Während der Campground Jumbo Rocks auf rund 1400 m Höhe lag, kommen wir jetzt immer weiter in die Ebene. In der Ferne sehen wir schneebedeckte Berge – ein Blick auf die Karte erläutert, dass der San Gorgonio Mountain mit 3.500 m der höchste Berg Südkaliforniens ist.







Wir kommen weiter ins Tal, sehen zunächst riesige Solarparks, und später verschiedene Windparks. Ja, es weht hier kräftig! Die Temperaturen haben auch sehr abgekühlt und liegen jetzt unter 20 Grad.


Unser heutiges Ziel ist der Boodocking Platz beim Morongo Casino. Vorher wollen wir noch shoppen und suchen das nahegelegene Outletcenter auf. Als wir einparken, steht schon ein Sunseeker vom Road Bear auf dem Parkplatz. Das Outlet ist aus meiner Sicht ziemlich enttäuschend, wenn man das mit den Outletcentern z.B. in Florida vergleicht. Es hält uns aber nicht davon ab, bei einem Sportartikelhersteller zwei Jacken zu erwerben. Braucht man ja immer – und wir haben mindestens noch 10 Kilogramm Luft! Kleiner Nachtrag am folgenden Tag: wir fahren auf der Interstate an dem Outletcenter vorbei und sehen, dass wir nur das hintere Ende besucht haben. Ca. 4/5 sind uns verborgen geblieben!


Dann checken wir bei der Security im nahegelegenen Mini-Casino für die Nacht auf dem Parkplatz ein. Eine nette Mitarbeiterin und ihr Kollege haben doch etwas Probleme mit deutschen Führerscheinen ohne Adresse und fotokopieren vorsichtshalber erst mal alles einschließlich Ausweis. Anschließend bekomme ich einen gelben Zettel und unserer Übernachtung auf einem riesigen Sandplatz steht nichts mehr im Wege.
Nach zwei Tagen Entzug nutzen wir erst mal ausgiebig das Internet. Bei mir ist der Empfang nicht so berauschend und bei Uwe geht gar nichts mehr. Nach einer Weile stellen wir fest, dass auch 40 GB irgendwann verbraucht sind. Wir fahren mit dem WoMo vor das Hotel/Casino und nutzen dort das freie WLAN.
Essen wollen wir heute Abend im Casino, dort gibt es ein All-you-can-eat-Buffet. Als wir das Casino betreten, sind wir erstmal erschlagen. Wir kennen das zwar schon aus Las Vegas, aber wir fragen uns immer wieder, was erwachsene Menschen dazu bewegt, ihr Geld in diesen einarmigen Banditen zu versenken.



Nach einer Runde durch die Glitzerwelt informieren wir uns am Hotel Check-in über das Essenangebot, versuchen noch kurz die App für einen 10prozentigen Rabatt herunterzuladen (geht nur mit einem Account in den USA) und steuern die Markthalle an. Dort ziehen wir am Automaten zwei Tickets für das Buffet (insgesamt inkl. Trinkgeld und Tax 120 Dollar), und auf geht es in die Fressmeile. Das Essen an den 7 Stationen war vielseitig und international (mexikanisch, asiatisch, italienisch, amerikanisch). Das Zusatzangebot für weitere 20 Dollar für Austern und Meeresfrüchte hatten wir ausgeschlagen, aber wir wurden auch so mehr als satt. Dazu gab es noch ein umfangreiches Süßspeisenangebot. Ich habe nur drei davon getestet, aber alle 3 waren ausgesprochen gut.

Nachdem Uwe weitere 10 GB auf seine eSim geladen hatte, ging es zurück auf unseren Sandplatz, wo wir die Nacht verbringen werden. Wir sind gespannt!
Wir haben immer noch keinen Platz für die beiden letzten Nächte. Die Campingplätze in der Nähe der Abgabestation sind doch ziemlich teuer. Und für 120 EUR für einen Stellplatz pro Tag kann ich auch in ein Hotel gehen.